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Sir Peter Ustinov über Optimismus

4. Dezember 2009

„Ich bin ein unbelehrbarer und militanter Optimist. Um kein Trottel zu sein, muss ein Optimist nämlich wissen, was für ein trauriger Ort die Welt sein kann. Nur der Pessimist findet das Tag für Tag aufs neue heraus…“

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Heiraten…

19. Dezember 2010

Ich finde Heiraten einfach nicht besonders sexy. Es ist irgendwie so als würde man seine Beziehung eintuppern!

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Die Unvernünftige

19. Dezember 2010

Wie konnte das passieren? Ich hätte nicht geahnt, dass ich zu solchen Dummheiten fähig bin.

Der Kuss… Ach, dieser Kuss…!

Nein, ich bin sicher nicht die erste, die auf einer Weihnachtsfeier betrunken jemanden küsst, den sie nicht küssen sollte. Nein, es war nicht meine Idee… Und nun?

Klassisches Dilemma: sie mögen sich, sie haben täglich miteinander zu tun und ausreichend Gelegenheiten, sich kennenzulernen, zu reden, zu lachen, festzustellen, wie gut sie sich verstehen. Aber, und das macht das Dilemma aus, er hat Freundin und Kind.

Ja, so etwas Dämliches habe ich getan. Hat er getan. Haben wir getan. Und ich wünschte, es wäre nicht so schön gewesen, dieser Kuss, dieser Moment.

Nur ein Kuss… Ein Kuss, um Himmels willen!

Wie kann man denn so dämlich sein? Dämlich vor allem deshalb, weil der Kuss sich genau richtig anfühlte. So, als hätte aus uns unter anderen Umständen nicht nur etwas werden können, sondern sogar etwas richtig Gutes.

Aber es nützt nichts, so ist das Leben, nicht wahr? Hätte mir vorher denken können, dass es keine gute Idee war und tat es trotzdem. Als wäre das nicht der Klassiker, die Königinmutter der Dummheiten, der Fauxpas, der vermutlich begangen wird, seitdem Kollegen gemeinsam Weihnachten feiern.

Das Leben wird weitergehen wie immer, aber der Kuss bleibt in meinem Kopf. Und nun weiß ich, wie wunderbar es hätte sein können. Das ist unbestritten eine gerechte Strafe. Und umso effizienter als ich es im Kopf wieder und wieder durchleben kann.  

Ich möchte schreien. Warum ich? Warum sind die Guten alle schon vergeben? Und warum halten sie sich nicht daran?

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Die Vernünftige

23. Februar 2010

Die Wahrheit ist, dass sie nicht an die Liebe glaubt. Sie sehnt sich danach und fragt sich oft, wie es wohl wäre, wenn… Doch sie wagt es nicht, ihr Innerstes einem anderem Menschen vollständig zu öffnen. Die Realität lässt sich schließlich nicht verdrängen und da scheint die Liebe keinen Bestand zu haben. Gefühle kommen, Gefühle gehen.

Sie hat geliebt, aufrichtig und treu. Doch nie, wirklich niemals hatte sie das Gefühl, sich in der Liebe zu verlieren. Ohne den Anderen nicht sein zu können. Ihr Herz ist sicher verschanzt hinter einem sorgsam errichteten Schutzwall aus Vernunft und Pragmatismus. Der Raum dahinter ist gleichwohl nicht frei von Sehnsucht und Melancholie. Aber wer weiß, welche Enttäuschung hereinbrechen könnte, würde sie die Liebe hereinlassen.

Vielleicht würde sie es ja sogar tun. Doch sie hat noch niemals einen Menschen getroffen, der sie dazu gebracht hätte. Vielleicht kann sie es garnicht? Und letztlich zweifelt sie ohnehin daran, dass es sie tatsächlich gibt, diese mystische Liebe.

Natürlich, der Mensch sehnt sich danach, wie er sich auch nach einem Leben nach dem Tod sehnt. Und ist das nicht verständlich? Letztlich sind wir doch mit unseren Gedanken und Gefühlen allein, ganz egal, wie nahe wir einem anderen Menschen sind. Wir können nicht jeden Gedanken und jedes Gefühl teilen. Unser Geist ist wie eine Insel und wir statten uns auf unseren Inseln gegenseitig Besuche ab, doch bewohnen können wir sie nur allein. Das ist die letzte Konsequenz. Logisch, rational.

Sie tröstet sich mit dem Gedanken, dass das im Grunde nicht weiter schlimm ist. Wahrscheinlich muss es sogar so sein. Und es ist ja nicht so, als würden wir in der Einsamkeit unserer Gedanken vergehen. Dann wäre schließlich unsere ganze Existenz sinnlos. Ebenso wenig schreckt sie der Gedanke, dass sich ihr Bewusstsein im Tod für immer im Nichts verliert. Man ist einfach nicht mehr da, aber das heißt ja auch, dass man nicht leiden kann. Man ist einfach nicht mehr. Das ist unter Umständen für diejenigen schwer, die bleiben. Aber man selbst hatte seine Zeit und dann verschwindet man eben, löst sich auf in dem ewigen Mysterium des Seins.

Aber die Liebe? Warum sollte es sie geben? Weil wir es uns unbedingt wünschen? Welche Macht im Universum sollte wohl entscheiden, dass zwei Menschen zusammengehören? Wenn eine solche Macht denn überhaupt existieren würde, so wäre doch das Schicksal zweier Lebewesen, die weniger als ein aufblitzendes Staubkorn im Gefüge des Universums sind, für sie vermutlich völlig irrelevant. Wie dem auch sei, die Liebe wäre einfach zu schön, um wahr zu sein.

Mit dieser Überzeugung kann sie wohl ganz gut leben, denn die Alternative ist ihr einfach zu abwegig, zu gewollt, zu unwahrscheinlich, als dass sie sich der Illusion hingeben könnte. Natürlich kann sie sich auf andere Menschen einlassen und sie lieben. Aber ihre Vorstellung von Liebe entspricht eben nicht dem Ideal, in ihrem Inneren bleibt stets ein Raum, der nur ihr allein gehört. Die Sehnsucht aber lässt sich nicht vollkommen unterdrücken. Wer weiß, immerhin ist niemand allwissend. Und vielleicht wird sie ja doch irgendwann einen Menschen treffen, der ihr Überzeugung widerlegt.

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Winter-Standby

16. Februar 2010

Die Zeit rennt dieser Tage nur so dahin. Ich stecke mitten zwischen den Examensklausuren, der erste Teil war ziemlich anstrengend und diese Woche geht es weiter. Ich bin froh, wenn das Ganze endlich hinter mir liegt. Ja, und dann ist da noch dieser nicht enden wollende Winter. Schnee und Kälte, wie ich es nie erlebt habe. Jedes Mal, wenn ich denke, das müsste es doch jetzt endlich mal gewesen sein, kommt neuer Schnee. Wenn ich morgens aus dem Fenster blicke, ist die Straße wieder weiß und man hört das Scharren den Schneeschaufeln. Tapfere Menschen, die Tag für Tag gegen die weiße Masse ankämpfen, obwohl man garnicht mehr weiß, wohin man das Zeug überhaupt noch hinschaufeln soll.

Es ist einerseits so, dass die Zeit gallopiert und die Wochen so schnell rumgehen, dass man die einzelnen Tage kaum wahrnimmt. Silvester scheint schon wieder Ewgikeiten her zu sein. Andererseits scheint der Frühlung immer noch in weiter Ferne. Mein Leben fühlt sich an als sei es im Standby-Modus. Einfach einen Tag nach dem anderen nehmen, durchhalten. Keine Highlights, keine Unternehmungen. Ich bin einfach nur froh, wenn ich nicht aus dem Haus muss, denn jede kleine Besorgung ist dank des Wetters ein lästiges Unterfangen. Daheim sind die Lehrbücher allgegenwärtig und mit schlechtem Gewissen lässt es sich schlecht ausspannen. Also heißt es Lernen, Lernen und warten, dass die letzten Klausuren endlich hinter mir liegen. Im Hinterkopf schlummert die vage Hoffnung auf den Frühling, darauf, dass dann alles endlich besser und entspannter wird. Auf Sonnenschein, auf Grillen im Park, auf Spaziergänge am Wasser. Ich denke daran, mir ein dieses Jahr ein schönes Sommerkleid zu kaufen und Blumenkästen auf dem Balkon anzubringen.

Zur Ablenkung lese ich oder spiele irgendwelche stumpfsinnigen Browsergames. Die Schreiblust ist momentan ganz gering und die wandernden Gedanken landen bestenfalls auf Papier. Aber auch diese Zeit geht vorbei, das weiß ich. Immerhin habe ich mir „Optimist“ aufs Fähnchen geschrieben und das bin ich auch weiterhin. Nur dass der Optimismus sich momentan schwer damit tut, sich gegen die Trägheit durchzusetzen. Das Schlimmste der letzten Zeit, der Tod meines Katers, hat mir aber gezeigt, dass man auch solche schweren Zeiten durchsteht. Und bis zum Abschluss der Klausuren erlaube ich mir auch den Luxus der Trägheit. Wenn das endlich vorbei, dann werden wieder Pläne gemacht. Bis dahin werde ich noch ein wenig Lernen und rumgammeln. Muss eben auch mal sein. Außerdem wird dann hoffentlich auch das Wetter besser!

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Goodbye, mein kleiner Freund

14. Januar 2010

16 Jahre hast du mich durchs Leben begleitet, mein lieber kleiner Leopold. Am 11.11.1993, als du geboren wurdest, war ich dabei und habe dich sozusagen in Empfang genommen. Ein kleiner schwarzer Kater erblickte damals die Welt und hat mich seitdem 16 Jahre lang durchs Leben begleitet. Damals war ich gerade 12 Jahre alt. Am 01.01.2010 hielt ich dich in meinen Armen, als dein Herz das letzte Mal schlug. Seitdem vermisse ich dich an jedem einzelnen Tag. Wenn ich nach Hause komme, dann ist die Wohnung leer. Früher, da kamst du sofort angelaufen, hast zur Begrüßung miaut und geschnurrt. Du warst immer so brav, hast niemals an Möbeln gekratzt oder irgendwelche Flausen veranstaltet. Niemals hast du mich angeknurrt oder gefaucht oder gar absichtlich gekratzt. Du warst so glücklich, wenn ich dich gestreichelt habe. Zwar warst du im Alter nicht mehr so verspielt, aber trotzdem hattest du so viel Freude daran, kleine Papierkügelchen zu jagen oder hinter Tischtennisbällen hinterherzurennen.

Du hast so gerne in der Sonne gelegen und hast dir stundenlang den Bauch streicheln lassen. Wie du es geliebt hast, wenn ich dein langes schwarzes Fell gebürstet habe. An deinem Kinn habe ich dich immer ganz vorsichtig und sanft gebürstet und du hast vor lauter Behaglichkeit die Augen geschlossen und hingebungsvoll geschnurrt. Wenn ich am Wochenende Zeit hatte, um ausgiebig zu frühstücken, hast du freudig auf dem Stuhl neben mir gesessen und mit deinem Pfötchen ganz vorsichtig nach dem Besteck geangelt, so als wolltest du sagen: „Schau mal, ich bin auch noch da, ich helfe dir gern mit der Wurst!“ Du hattest auch deinen Spaß daran, Teelöffel oder meine Armbanduhr mit der Pfote vom Tisch zu werfen. Immer und immer wieder. Hauptsache, die Sachen haben schön geglänzt.

Früher, als du noch nach draußen konntest, da hast du jede Nacht Mäuschen gefangen und sogar Maulwürfe waren vor dir nicht sicher. Ansonsten hast du gern unter einem Busch gedöst oder bist aufs Dach geklettert, aber sobald ich dich gerufen habe, kamst du sofort angelaufen. Hauptsache Kuscheln und Liebhaben – das war für dich immer das Wichtigste. Gerne durfte ich dich auch kräftig durchrubbeln, du hast dabei geschnurrt, gebrabbelt und gegurrt und deinen Kopf an allem gerieben, was in Reichweite war. Wenn ich mich fürs Bett fertiggemacht habe, bist du schon reingekrabbelt und hast auf mich gewartet. Neben dem Bett stand für dich ein eigenes Wasserglas. Nacht um Nacht bin ich eingeschlafen, meine Hand auf deinem Bauch und dein sanftes Schnurren im Ohr.

Du warst ein gesprächiger kleiner Kerl mit ganz viel Persönlichkeit. Besucher hast du ganz schnell um die Pfote gewickelt und das gelang dir sogar bei denen, die angeblich keine Katzen mochten. Du warst immer für mich da und es bedurfte so wenig, um dich glücklich zu machen. Umgekehrt hast du soviel gegeben, so viel Zuneigung, so viel Trost, so viel Wärme. Ich sollte mich glücklich schätzen, dass ich dich 16 Jahre bei mir haben durfte. Und doch denke ich daran, dass so oft von Katzen gesprochen wird, die 20 Jahre und älter geworden sind. Warum nicht auch du, mein Kleiner? Als du krank wurdest, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es auf einmal enden könnte. Es war eine schreckliche Zeit, in der sich Sorge und Hoffnung ständig abwechselten. Bis schließlich der Zeitpunkt kam, an dem der Tierarzt alles versucht hatte. Die Silvesternacht, das war die letzte Nacht, in der du im Bett an meiner Seite lagst. Draußen knallte und blitzte das Feuerwerk, die Leute feierten ausgelassen. Und du, mein kleiner Freund, im Alter mittlerweile taub geworden, du lagst da und wolltest keinen neuen Lebensmut fassen. Das neue Jahr habe ich mit Tränen begrüßt. Es war ein seltsames Gefühl zu wissen, dass du in ein paar Stunden wohl nicht mehr da sein würdest. Kurz hatte ich die Hoffnung, dass du dich vielleicht doch noch erholen könntest. Immerhin war das neue Jahr da und du konntest doch nicht umsonst so lange durchgehalten haben. Aber im Verlauf des nächsten Tages wurdest du immer schwächer, von Stunde zu Stunde. Ich habe gewartet und dich im Arm gehalten, als du dich nicht mehr bewegen konntest. Mit letzter Kraft hast du dich an diesem Tag noch zur Toilette geschleppt. Schließlich lagst du nur noch da, die Augen zwar offen, aber ohne Reaktion. Wenigstens hattest du keine Schmerzen. Hast wohl auch garnichts mehr mitbekommen, wie der Tierarzt meinte. Ich hoffe, dass du vielleicht trotzdem irgendwie gespürt hast, dass ich bei dir war. Bis plötzlich dein kleines Herz zu flattern schien und dann zu schlagen aufhörte.

So schließt sich der Kreis, von der Geburt bis zum Tod. Ich dachte, ich hätte keine Tränen mehr übrig, aber während ich dies schreibe, da kommt alles wieder hoch. Ich hätte alles gegeben, um noch ein wenig mehr Zeit mit dir zu haben. Um mein Gesicht in deinem weichen, warmen Fell zu vergraben, um dein Schnurren zu hören. Leb wohl, mein treuer kleiner Freund. Du warst der wundervollste Kater der Welt, eine kostbare Seele voller Liebe. Ich will nicht mehr weinen, sondern die schöne Zeit mit dir im Herzen bewahren. Und doch tut es so weh, deine Abwesenheit. Leb wohl, mein kleiner Schatz, leb wohl.

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Melancholie…

18. Dezember 2009

…ist das Vergnügen traurig zu sein.

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Lieber Katzen-„Besitzer“…

15. Dezember 2009

… wenn du glaubst, deine Katze sei wohlerzogen, folgsam und brav, dann handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach in Wirklichkeit um einen Hund! 😉